Stefan Hänni
1964 in Zürich geboren, lebt und arbeitet in Zürich/Gockhausen


Ich selbst erlebe die Wege der Kreativität als unergründlich, sie folgen einer eigenen Logik und enden in selbsterkannten Sackgassen oder führen in überraschendes Neuland. Nicht selten ist es ein stiller Zweikampf mit der weissen Leinwand. Als ewig Suchenden braucht es immer wieder Mut, die Komfortzone zu verlassen und auf unbekanntes Terrain vorzustossen.

Jeder noch so leichte Pinselstrich verlangt eine Entscheidung. Inspirationen beziehe ich aus dem Alltag, oftmals sind es Kleinigkeiten, Details, Strukturen, Natur, Architektur, Bewegungen, Begegnungen, die einen Gedanken initiieren und reifen lassen.

Meistens arbeite ich aus dem Moment heraus, ohne Entwurf. Manchmal habe ich ein Bild im Kopf oder die Skizze eines Gedankenblitzes ruft nach einer Umsetzung. Aus diesen vagen Informationen wähle ich die Form und Grösse der Leinwand. Meine bevorzugten Untergründe sind Leinwände, Holzkästen und rostige Eisenplatten.

Ich arbeite mit Acrylfarben, Sand, Tüchern, Papier, Schleifpapier, Spraydosen, Spachteln, Schwämmen, Pinseln bis hin zu selbst entwickelten Malwerkzeugen.

Der Mix aus grafischen und chaotischen Elementen, typografische Lösungen oder gebrochene Linien entscheiden über Sein oder Nichtsein auf meiner Leinwand. Nicht selten übermale ich das bestehende Werk mehrfach, um Platz für neue Gedanken zu schaffen.

Zwei Schritte vor, fünf seitwärts, drei zurück. An jeder Denkkreuzung lässt sich die Richtung wechseln, stillstehen, geradeaus weitergehen oder umkehren. Meine Denkpausen dauern bei einzelnen Werken Stunden, Tage – manchmal Monate. Selbstzweifel, Selbstkritik sind meine ständigen Wegbegleiter. Bis der Moment gekommen ist, in dem meine innere Stimme intuitiv das Bild zum fertigen Kunstwerk erklärt.

Konzeption, Design und Umsetzung concept-artwork.ch

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